Deutsch: Versmaß

Wenn du wissen willst, was ein Versmaß ist, dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.

Das Versmaß und wie du es richtig bestimmst

Wenn ihr gerade das Versmaß im Deutschunterricht besprecht, seid ihr bestimmt mit der Gedichtanalyse beschäftigt. Da schwirren dann Begriffe herum, die du auf den ersten Blick eher in Geschichte vermuten würdest: Jambus, Trochäus, Daktylus, Anapäst – sind das wirklich lyrische Elemente oder doch eher Dinosaurier-Arten?

Keine Sorge: Du bist auf deiner Suche nach Antworten nicht unabsichtlich in der Kreidezeit gelandet. Wir sehen uns gemeinsam die metrische Struktur von Gedichten an, werfen einen Blick auf die Bedeutung von Versmaß in der Dichtung und geben dir einfache Beispiele dafür, wie du das Versmaß in Gedichten ganz einfach bestimmen kannst. 

Versmaß Grundlagen: Was ist ein Versmaß?

Das Versmaß bestimmt den klanglichen Aufbau – und damit den Rhythmus – in Gedichten. Es ist also so etwas wie der Takt, der den Rhythmus eines Liedes vorgibt. Diesen Takt – das Versmaß – nennt man bei Gedichten auch Metrum und die Verslehre wird auch Metrik genannt.


Die vorkommenden Silben und deren Betonung bestimmen die metrische Struktur von Gedichten. Es werden vier verschiedene Versmaße unterschieden: 

  • Jambus
  • Trochäus
  • Anapäst
  • Daktylus

Wir sehen uns später noch jedes Versmaß im Detail an. 


Kennst du das Versmaß, kannst du alle Gedichtformen rhythmisch und flüssig lesen. Dazu musst du zuvor aber das Metrum jedes Verses bestimmen – denn nicht immer bleibt die metrische Struktur erhalten. Manchmal hat jeder Vers – also jede Gedichtzeile – ein anderes Metrum. 

Silben, Hebungen & Senkungen: Voraussetzungen, um das Versmaß zu bestimmen

Damit du herausfinden kannst, mit welchem Versmaß du es zu tun hast, siehst du dir die einzelnen Silben jeder Zeile an. Silben sind die kleinsten Einheiten in der Metrik. Du kennst sie schon von der Worttrennung – es sind die einzelnen Bestandteile, in die du ein Wort zerlegen kannst. Am besten trennst du die Silben mit einem Strich voneinander:

Ge| dicht| a| na| ly| se

Das Wort Gedichtanalyse besteht also aus sechs Silben. Für die Metrik ist aber nicht nur die Anzahl, sondern vor allem die Betonung jeder einzelnen Silbe wichtig. Es gibt betonte und unbetonte Silben. Wenn du ein Wort ganz deutlich laut aussprichst, wirst du bei manchen Silben automatisch etwas lauter, du betonst sie also stärker. Diese Silben sind dann die betonten Silben. Die anderen, bei denen du automatisch etwas leiser wirst, sind die unbetonten Silben. 


In der Gedichtanalyse nennst du die unbetonten Silben auch Senkungen und die betonten Silben Hebungen. Bevor du mit der eigentlichen Analyse beginnst, kannst du dir die Hebungen und Senkungen der Silben in jeder Zeile markieren. Wir verwenden dafür die Symbole 

H für Hebungen 

und 

S für Senkungen

Das sieht dann beispielsweise so aus:

  S      H       S   S     H   S
Ge| dicht| a| na| ly| se 

Das ergibt Sinn, wenn du das Wort Gedichtanalyse einmal laut und deutlich aussprichst: Bei den Silben „dicht“ und „ly“ wirst du automatisch etwas lauter – sie sind also die betonten Silben (Hebungen). Beim restlichen Wort bleibst du automatisch etwas leiser, also sind die restlichen Silben unbetonte Silben (Senkungen).


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Tipp

Möchtest du die betonten und unbetonten Silben eines einzelnen Wortes durch lautes Aussprechen herausfinden, ist es sinnvoll, einen Satz daraus zu machen. Du betonst die Silben dann natürlicher und kannst die Hebungen und Senkungen leichter identifizieren. Anstatt immer wieder laut „Gedichtanalyse“ zu sagen, sagst du also beispielsweise: „Mit der Schülerhilfe fällt mir die Gedichtanalyse leicht.“

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Weitere Versmaß-Grundlagen: Kadenz erkennen

In der Gedichtanalyse musst du meist auch die Kadenz bestimmen. Sie beschreibt das Ende eines Verses. Im Deutschen werden drei Kadenzen unterschieden:

  • Die männliche Kadenz (auch stumpfe Kadenz genannt) beschreibt einen Vers, der auf eine Hebung – also eine betonte Silbe – endet.
  • Die weibliche Kadenz beschreibt einen Vers, der auf eine Senkung – also eine unbetonte Silbe – endet.
  • Die reiche Kadenz beschreibt einen Vers, der auf mehrere Senkungen – also mehrere unbetonte Silben – endet.

Um die Kadenz korrekt zu bestimmen, darfst du dir also nicht nur die letzte Silbe ansehen. Bleiben wir bei unserem Beispiel: 

  S     H        S    S    H   S
Ge| dicht| a| na| ly| se 

Das Wort endet auf einer unbetonten Silbe. Es könnte sich also um eine weibliche Kadenz oder um eine reiche Kadenz handeln. Um sicherzugehen, sehen wir uns die Silbe davor an. Sie ist betont. Das Wort Gedichtanalyse endet also auf genau eine unbetonte Silbe – es handelt sich um eine weibliche Kadenz.

Versmaß identifizieren: Wie wird das Versmaß bestimmt?

Nachdem du weißt, wie du Silben trennst und die betonten von den unbetonten unterscheidest, kannst du die Metrik von Gedichten in fünf einfachen Schritten bestimmen.


Schritt 1: Silben trennen

Zuerst trennst du alle Silben voneinander, indem du einen Strich zwischen die einzelnen Silben setzt. Wir verwenden für unser Beispiel die ersten zwei Zeilen aus „Reisezehrung“ von Johann Wolfgang von Goethe:

Ent| wöh| nen| soll| ich| mich| vom| Glanz| der| Bli| cke,

Mein| Le| ben soll| ten| sie| nicht| mehr| ver| schö| nen.


Schritt 2: Hebungen und Senkungen kennzeichnen

Als nächstes identifizierst du die betonten und unbetonten Silben und markierst sie mit H und S

  S       H        S       H      S       H         S           H        S      H      S
Ent| wöh| nen| soll| ich| mich| vom| Glanz| der| Bli| cke 

    S         H      S        H       S       H        S            H          S        H         S
Mein| Le| ben soll| ten| sie| nicht| mehr| ver| schö| nen.


Schritt 3: Kadenz bestimmen

An diesem Punkt kannst du bereits die Kadenz bestimmen. Wir erinnern uns: Die letzten beiden Silben sind entscheidend. Unsere Verse enden beide auf eine Senkung, vor der eine Hebung steht. Es handelt sich also in beiden Fällen um weibliche Kadenzen


Schritt 4: Hebungen zählen

Nachdem du die Hebungen und Senkungen markiert hast, zählst du die Hebungen jeder Zeile – also die betonten Silben, die du gerade mit einem H markiert hast. In unserem Beispiel hat der erste Vers – also die erste Zeile – fünf Hebungen. Der zweite Vers hat ebenfalls fünf Hebungen. Unser Versmaß ist also in beiden Fällen fünfhebig. Ein Metrum kann auch zweihebig, dreihebig, vierhebig oder sechshebig sein – je nachdem, wie viele betonte Silben du in der jeweiligen Zeile findest.


Schritt 5: Versmaß bestimmen

Mit den Informationen, die du schon gesammelt hast, kannst du jetzt ganz einfach das Versmaß bestimmen. Dafür siehst du dir die Abfolge der Hebungen und Senkungen an. Sie ergeben ein sich wiederholendes Muster, den Versfuß. Wir erinnern uns an die vier deutschen Versmaße: Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst. Sie haben unterschiedliche Versfüße – also Muster – an denen du sie erkennen kannst.

Jambus, Trochäus, Anapäst & Daktylus erklärt: Welche Arten des Versmaß gibt es?

Begegnet dir ein Versmaß im Deutschunterricht, ist es meist einer der vier wichtigsten: Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst. Sehen wir uns die vier wichtigsten Versmaße und ihre Versfüße also einmal genauer an. 


Jambus

Beim Jambus wiederholt sich immer ein Muster aus zwei Silben: Zuerst eine unbetonte Silbe (Senkung) und dann eine betonte Silbe (Hebung). Der Jambus-Versfuß sieht also so aus: S H

Einen Jambus hast du hier schon gesehen:

   S       H         S        H          S        H            S         H            S        H     S
Ent| wöh| nen| soll| ich| mich| vom| Glanz| der| Bli| cke 

    S        H       S       H        S       H         S            H          S        H        S
Mein| Le| ben soll| ten| sie| nicht| mehr| ver| schö| nen.


Richtig: Unser Beispiel aus Goethes „Reisezehrung“ ist ein Jambus. Beide Verse beginnen mit einer Senkung, gefolgt von einer Hebung. Das Muster zieht sich bis zum Ende der Zeile durch. 

Damit du nie vergisst, wie der Jambus aussieht, musst du dir nur ein Gedicht merken:

  S     H
Ge| dicht


Hattest du kurz Sorge, du musst jetzt ein ganzes Gedicht auswendig lernen? Aber nein, es reicht das Wort Gedicht, denn das ist auch ein Jambus. 

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Vertiefung

In Schritt 4 unserer Versmaß-Bestimmung haben wir die Hebungen gezählt und festgestellt, dass unsere beiden Verse jeweils fünf Hebungen haben, also fünfhebig sind. Wenn es im Deutschunterricht demnächst also um dieses Gedicht geht, kannst du beruhigt die Hand heben und Sagen: Die ersten zwei Zeilen sind beide ein fünfhebiger Jambus!

Trochäus

Auch beim Trochäus folgen immer zwei Silben aufeinander, allerdings genau gegenteilig zum Jambus: Zuerst kommt eine betonte Silbe (Hebung), anschließend folgt eine unbetonte Silbe (Senkung). Bei einem Trochäus wiederholt sich also dieser Versfuß: H S.

Für ein Beispiel steht uns wieder Johann Wolfgang von Goethe zur Verfügung, diesmal mit seinem Gedicht „An den Mond“:

  H     S      H       S       H          S       H
Fül| lest| wie| der| Busch| und| Tal|

  H      S      H    S        H
Still| mit| Ne| bel| glanz,

 H     S       H       S      H        S     H
Lö| sest| end| lich| auch| ein| mal

 H      S      H    S     H
mei| ne| See| le| ganz


Die Verse enthalten abwechselnd vier und drei Hebungen. Der erste und dritte Vers sind also jeweils ein vierhebiger Trochäus, der zweite und der vierte Vers sind jeweils ein dreihebiger Trochäus.

Als Eselsbrücke für den Trochäus musst du nur an die Lyrik denken:

 H  S
Ly| rik

Und zwar an das Wort Lyrik, denn es ist ein Trochäus. 


Daktylus

Beim Daktylus folgen immer drei Silben aufeinander. Erst kommt eine betonte Silbe (Hebung), darauf folgen zwei unbetonte Silben (Senkungen). Der Versfuß eines Daktylus sieht so aus: H S S

Für unser Beispiel wechseln wir von Goethe zu einem anderen deutschen Dichter. Hier sind die ersten zwei Zeilen aus Friedrich Schillers „Würde der Frauen“: 

 H    S      S      H      S     S       H       S       S      H      S
Eh| ret| die Frau| en! Sie| flech| ten| und| we| ben

    H      S      S      H     S      S    H   S     S      H     S
himm| li| sche| Ro| sen| ins| ir| di| sche| Le| ben


Beide Verse haben je vier Hebungen, es handelt sich also um einen vierhebigen Daktylus. 


Der Daktylus macht es dir leicht, dich an sein Muster zu erinnern:

  H     S    S
Dak| ty| lus


Genau, das Wort Daktylus ist selbst ein Daktylus: Es besteht aus einer Hebung gefolgt von zwei Senkungen. 


Anapäst

Auch ein Anapäst besteht aus drei Silben: Zuerst kommen zwei unbetonte Silben (Senkungen), darauf folgt eine betonte Silbe (Hebung). Anapäst-Versfüße sehen also so aus: S S H.


Wir bleiben bei Friedrich Schiller, denn für den Anapäst gibt es ein wunderschönes Beispiel in seiner Ballade „Der Taucher“: 

   S      S     H     S      S     H     S       S        H      S       S        H
Und| es| wal| let| und| sie| det| und| brau| set| und| zischt|

  S        S         H       S       S       H    S      S         H
wie| wenn| Was| ser| und| Feu| er| sich| mengt.


Hier siehst du in der ersten Zeile einen vierhebigen Anapäst, in der zweiten Zeile einen dreihebigen Anapäst.


Auch der Anapäst ist seine eigene Eselsbrücke:

S    S     H
A| na| päst


Das Wort besteht selbst aus zwei Senkungen, gefolgt von einer Hebung: Ein eindeutiger Anapäst.

Übersicht über die Versmaße

VersmaßVersfußErklärungMerkwort
JambusS Hzwei Silben: Hebung – Senkung 

  S      H
Ge| dicht

TrochäusH Szwei Silben: Senkung – Hebung 

 H   S
Ly| rik

DaktylusH S Sdrei Silben: Hebung – Senkung – Senkung 

  H      S    S
Dak| ty| lus

AnapästS S Hdrei Silben: Senkung – Senkung – Hebung 

S    S      H
A| na| päst

Versmaß verstehen: Warum ist das Versmaß wichtig?

Jedes Werk der Lyrik – also jede Geschichte, die in Gedichtform verfasst ist – besitzt Verse und damit auch ein Metrum. Aber wieso ist der Zusammenhang von Versmaß und Betonung so wichtig? Ganz einfach:


Durch die gezielte Betonung bestimmter Stellen des Gedichts wird die Wirkung des Textes beeinflusst. 


Der Dichter kann seine Botschaft – die Aussage seines Werkes – noch besser transportieren, wenn der Leser nicht nur Wörter, sondern eine bestimmte Stimmung in jeder Zeile wahrnimmt. 


Ein gutes Beispiel dafür ist Goethes „Erlkönig“. Die zweite Strophe der Ballade lautet:


    S           H           S           H           S      S        H          S        S       H
Mein| Sohn|, was| birgst| du| so| bang| dein| Ge| sicht?

      S          H       S       H         S      H     S       S          H
Siehst|, Va| ter|, du| den| Erl| kö| nig| nicht|?

   S        H      S      H     S        S          H           S          H
Den| Erl| en| kö| nig| mit| Kron‘| und| Schweif|?

    S            H         S      H     S       H       S      H     
Mein| Sohn|, es| ist| ein| Ne| bel| streif.


In den ersten drei Zeilen herrscht Unruhe: Der Vater macht sich Sorgen um seinen Sohn, der Sohn fürchtet sich vor dem, was er sieht. Diese Unruhe erkennst du auch am Versmaß, denn es mischt sich ein Jambus mit einem Anapäst


In der letzten Zeile möchte der Vater seinen Sohn beruhigen. Es kommt auch Ruhe ins Versmaß: Beruhigend spricht der Vater in einem reinen Jambus

Versmaß & Gedichtanalyse: Zusammenfassung und Ausblick

Ab jetzt kommst du mit jeder Gedichtanalyse spielend leicht zurecht, denn du hast die wichtigsten Dinge über Versmaße gelernt:

  • Das Versmaß wird auch Metrum, die Verslehre auch Metrik genannt.
  • Das Metrum bestimmt den Rhythmus und die Stimmung eines Gedichts wie der Takt eines Liedes.
  • Die vier wichtigsten Versmaße sind Jambus, Trochäus, Anapäst und Daktylus.
  • Für das Versmaß sind die einzelnen Silben jeder Zeile und deren Betonung entscheidend.
  • Unbetonte Silben erkennst du daran, dass du sie beim Sprechen automatisch leiser aussprichst. Sie werden auch Senkungen genannt.
  • Betonte Silben erkennst du daran, dass du sie beim Sprechen automatisch lauter aussprichst. Sie werden auch Hebungen genannt.
  • Um das Versmaß zu ermitteln, trennst du die Wörter jeder Zeile in ihre Silben, markierst sie mit S als Senkungen oder mit H als Hebungen und zählst die Hebungen.
  • Das Muster, das sich in einer Zeile mehrfach wiederholt, ist der Versfuß. Er verrät dir, welches Versmaß vorliegt.
  • Die Anzahl der Hebungen gibt an, mit was für einem Vers du es zu tun hast: Zwei betonte Silben ergeben einen zweihebigen Vers, drei betonte Silben ergeben einen dreihebigen Vers und so weiter.
  • An den letzten beiden Silben eines Verses erkennst du die männliche, weibliche oder reiche Kadenz.
  • Mit all diesen Informationen kannst du die vier wichtigsten Versmaße voneinander unterscheiden.

Das ist aber noch nicht alles, was die Welt der Poesie zu bieten hat: Auch das Reimschema wird dich bald im Deutschunterricht beschäftigen. Außerdem wirst du noch herausfinden, dass es neben den vier Versmaßen, die du heute kennengelernt hast, noch seltenere Formen und Abwandlungen gibt – beispielsweise Pentameter und Hexameter. 

Versmaß Übungen

Als Übung führen wir Mini-Analysen an Gedichtzeilen durch und konzentrieren uns dabei auf das Versmaß.

Denk daran: Das S steht für Senkungen und markiert die unbetonten Silben. Das H steht für Hebungen und markiert die betonten Silben.

Beispiel (erste Zeile aus Schillers „Die Kraniche des Ibykus“):

   S             H           S       H      S         H        S      H      S
Zum| Kampf| der| Wa| gen| und| Ge| sän| ge

Lösung: Es handelt sich um einen vierhebigen Jambus.

Mache die folgenden Übungen mit diesen drei Zeilen:

1. Sah ein Knab‘ ein Röslein stehn (1. Zeile aus „Heidenröslein“ von Johann Wolfgang von Goethe)

2. Von drauß vom Walde komm ich her (1. Zeile aus „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm)

3. Mächtiger, der du die Wipfel dir beugst (1. Zeile aus „An den Sturmwind“ von Friedrich Rückert)


Übung 1 – Trenne die Silben und markiere sie als Senkung oder Hebung

Übung 2 – Bestimme die Kadenz und zähle die Hebungen

Übung 3 – Bestimme die Versmaße

Lösungen zur Übung

Lösungen

Übung 1 – Trenne die Silben und markiere sie als Senkung oder Hebung

1.

  H         S         H           S       H        S        H
Sah| ein| Knab‘| ein| Rös| lein| stehn

2.

   S           H            S         H        S          H           S      H
Von| drauß| vom| Wal| de| komm| ich| her

3.

     H       S      S        H       S       S       H        S      S        H
Mäch| ti| ger|, der| du| die| Wip| fel| dir| beugst


Übung 2 – Bestimme die Kadenz und zähle die Hebungen

1. Männliche Kadenz, vier Hebungen

2. Männliche Kadenz, vier Hebungen

3. Männliche Kadenz, vier Hebungen


Übung 3 – Bestimme die Versmaße

1. Vierhebiger Jambus

2. Vierhebiger Trochäus

3. Vierhebiger Daktylus


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